
Philosophik
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© 1990-2011
Rolf Reinhold
Created at 10 Mar
2007
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es ist jedesmal Ihre
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Philosophik
(in statu nascendi)
von Rolf Reinhold
Version 4.6 vom 21.07.2011
...
soll sein "Kunde ('forschen' und 'vermitteln') vom 'philosophieren' unter den Rahmenbedingungen
'EigentlichePhilosophie' und 'Physistik', also '(physistisch) sensoristische Philosophierkunde'.
Sie
basiert auf der Sicht, dass Menschen 'philosophieren', weil sie auf diese
Weise
- 'Annahmen erzeugen, mittels derer Annahmen zum handeln erzeugt
werden' koennen,
- die sich notwendigerweise auf 'Mensch und Umwelt' ('MEINEWELT' je Mensch) beziehen,
- genau hinsehen auf jegliches 'entstehen der Dinge und Lebewesen',
- akribisch 'hinterfragen, was Menschen behauptet haben',
- die Grenzen des 'kapierbar' ausloten.
Der
physistische Ansatz bedingt Diskurs ueber je 'MEINEWELT' (siehe auch J.v.Uexkuell) als notwendige Voraussetzung
fuer Korrektur und Ergaenzung eigener Sichten'.
Da dieser Ansatz
alle
'mythischen' Termini und Denkfiguren durch 'hinterfragen ihrer Sensorierbarkeit' ausschlieszt, ergibt sich daraus
ein Bedarf, alle bisherigen 'philosophischen Sichten' auf 'mythenfreie' Aussagen zu ueberpruefen
und alle Uebersetzungen philosophischer Texte dementsprechend zu
ueberarbeiten. Insbesondere die Texte der griechischen Antike sind aus dieser Sicht in
unzulaessig entstellender Weise mit den 'Denkfiguren' der christlichen Kultur besetzt worden.
Die oben gelieferte Operationalisierung von 'physistisch philosophieren',
'Annahmen zweiter Ordnung erzeugen, mittels derer Annahmen zum handeln erzeugt werden'
ist ein erstes Beispiel dafuer, dass alle verwendeten Termini dieser
'Art zu philosophieren' 'mit anderen Augen betrachtet' werden muessen,
wenn dieser Ansatz konsequent durchgehalten wird.
Die
Tatsache, dass diese 'Annahmen erster und zweiter Ordnung (Annahmen
ueber Annahmen)' das 'WeltBild' und die 'WeltSicht' von Menschen
praegen, macht 'philosophieren' zu einem 'forschen, welche
WeltSichten und WeltBilder andere haben und welche ich'.
Wenn
ich 'Sicht' operationalisiere als 'Art und Weise, etwas zu betrachten',
bezieht der Terminus 'WeltSICHT' sich auf 'jeweilige individuelle Art
und Weise, das zu betrachten und zu bewerten, was mich umgibt'.
Wenn
ich 'WeltBILD' operationalisiere als 'das BILD, das ich mir von dem
mache, was mich umgibt', beschraenkt sich dieses 'WeltBILD' auf 'das,
was ich sinnlich erfassen (perzipieren) kann', gewissermaszen 'wovon
ich ausgehe, wenn ich handeln moechte', also 'meine Annahmen ueber die
Funktionen von Dingen und Lebewesen'.
Somit befasst sich aus dieser Sicht 'physistisch
philosophieren' mit 'weltbildforschen' und 'weltsichtforschen' und kann
daraus sowohl 'neue Annahmen ueber das Herstellen von Annahmen', als
auch auf dieser Basis wiederum 'neue Annahmen zum Handeln'
erzeugen. Der Vorteil gegenueber frueheren Ansaetzen, denen ich, bis auf sehr wenige Ausnahmen,
allermeist 'ungepruefte Uebernahme frueherer Schlussfolgerungen'
unterstelle, besteht darin, dass hier 'JEDE BASIS jederzeit jedem Menschen zur erneuten Ueberpruefung zur Verfuegung steht'.
Reduktionen der antiken philosophischen Aktivitaeten
Waehrend allererste philosophische Aktivitaeten 'alles
hinterfragten', entstanden spaeter immer mehr Einschraenkungen aus den
Sanktionen konservativ ideologischer Gegenbewegungen.
Jenes 'hinterfragen' begann mit den 'traditionellen Setzungen
der eigenen Kultur', ueber 'entstehen der Dinge und Lebewesen' bis zu
'animalischen und menschlichen Funktionen'. Aus den Gegenbewegungen
entstanden spaeter immer mehr 'Restaurationen alter Denkfiguren', bis
hin zu der voelligen Unterdrueckung jeglichen 'hinterfragen' durch
christliche Dogmatiker.
Das 'philosophische Schisma'
...
als 'Trennung von forschen und philosophieren' hatte seinen Ausgangspunkt vermutlich
aufgrund der Aktivitaeten und Aeuszerungen der Nachfolger von Aristoteles. Physisch
vollzogen wurde es durch die Auslagerung der peripatetischen Bibliothek
und damit auch der forscherischen Aktivitaeten durch die Erben des
Theophrastos von Athen in die Bibliothek von Alexandria, die spaeter voellig verbrannte.
Die 'philosophische Blasphemie'
...
entstand aus der Gegenwehr gegen kirchliche Bevormundung. Dabei wurde
jedoch lediglich das Dogma der Kirche durch das Dogma der
Gegeninstitution ""Wissenschaft"" ersetzt und wesentliche religioese
Sichtweisen beibehalten. Diese Institution ""Wissenschaft"" wurde von
Menschen gebildet, deren Vorfahren jahrhundertelang von klerikalen
Dogmatikern indoktriniert worden waren. So wurden also in der
Folge unreflektiert
die
""Wahrheits""ansprueche des Klerus uebernommen, aus denen der Anspruch
zu ""wissen"" resultiert. Sobald
wir diesen Anspruch, "Wahrheit gepachtet zu haben" fallen lassen,
koennen "glauben" und "forschen" eintraechtig nebeneinander
praktiziert werden.
Ob
ein Mensch "apeiron", "to on", "Tao" oder
"Gott" als "das, was sich meinem 'denken (hier als sensoristisches
"... 'denken' als simulieren von Organlagen")' entzieht" setzt oder
empfindet, bleibt das Ergebnis gleichermaszen "Grenze dessen, was fuer
mich kapierbar ist".
Diese 'Grenzen menschlicher Denkfaehigkeit' festzusetzen war den
griechischen Denkern wichtig gewesen und auch weitestgehend von ihnen
vollzogen worden.
Das 'philosophische Dilemma'
... entstand jedoch immer von neuem aus "glaeubig
uebernehmen", bei dem die 'Adepten' die vorherigen Ueberlegungen
auf "DIE GROSZEN Philosophen" zurueckfuehrten, denen gegenueber
jegliches 'zweifeln' unangebracht war.
So fehlte fast allen Philosophen einfach die Basis des "genau
hinsehen (skepesthai! = skepsis!)". Sie 'kaprizierten' sich auf
Einzelaspekte, die sie der uebernommenen Basis hinzufuegten. Die
christliche Denkweise tat ein uebriges dazu, indem sie von
"Notwendigkeit der Glaeubigkeit" ausging und das Absolutum "Wahrheit"
zum "Ziel aller Philosophie" erklaerte.
Rahmenbedingungen fuer 'physistisch philosophieren'
Die Rahmenbedingungen fuer 'philosophieren' waren nach dem 'apeiron'
des Anaximandros, dem 'to on' des Parmenaides, dem 'panta rhei'
des Herakleitos und dem 'atomos' des Demokritos unhintergehbar
festgelegt.
- 'apeiron' als 'das, was alles
umfasst', sozusagen "der ('letzte') Raum (Zenon), in dem alles 'existierende'
enthalten ist, der selber in nichts anderem enthalten ist" bzw. "das
EINE, das kein zweites hat (Platon, 'to on' :=: 'to pan')" entspricht in seinem 'fuer
Menschen unerreichbar, unzugänglich' unserem heutigen 'unendlich'und 'ewig'.
- 'to
on' beziehungsweise 'to eon' ist das 'Partizip Praesens' von 'einai
(sein)' und entspricht somit in seinem 'seiEnD' einem 'gleichbleibend'
(und damit dem
'apeiron', siehe Melissos), das im Sinne von 'verlaesslich' zwar von
Menschen angestrebt, aber nie erreicht werden kann. Diese Sicht ergibt
sich aus den Aussagen des 'Lehrgedichts', wenn unterstellt wird, dass
Parmenaides ein Wortspiel betrieben hat mit den beiden Deutungsmoeglichkeiten des 'to on', einmal als
'gleichbleibend', wenn es KEINEM Gegenstand ('apeiron', 'ewig',
'unendlich' sind weder Gegenstaende noch Eigenschaften; KEIN Gegenstand KANN 'eigenschaftslos' sein) eine
Eigenschaft zuordnet und zum anderen 'vorhanden, anwesend'
('existierend'), wenn es Gegenstaenden zugeordnet ist.
- 'panta
rhei'
mag als 'Charakterisierung permanenter Veraenderung' und bezogen
auf 'alles sinnlich erfassbare' als Zitat dem Herakleitos nicht
zuzuordnen sein, als sinngemaesze Zusammenfassung seiner Aussagen
duerfte es jedoch zutreffend sein. Es kontrastiert und karikiert die
Anstrengungen der Menschen, in ihrem 'bemuehen um Sicherheit und
Verlaesslichkeit' das 'flieszen' aufhalten und zum Stillstand bringen
zu wollen.
- 'atomos' charakterisiert 'Unzugaenglichkeit des
kleinsten', heute nur noch mit dem theoretischen Postulat 'Boson' zu
verdeutlichen.
- 'bios'
als "Raetsel des 'lebendig sein'. kaeme als weiteres hinzu. Direkte
Aueszerungen antiker Philosophen zu diesem Thema sind mir in meiner bisherigen Lektuere
jedoch noch nicht begegnet, waeren moeglicherweise aber schon bei den
'Pythagoraeern' (z. B. Alkmaion?) zu finden. Indirekt thematisiert wird
es jedoch auch schon durch alle Ueberlegungen zu 'perzipieren (physistisch: 'sensorieren')',
eventuell mit dem, was als 'nous' bezeichnet und (vermutlich
anachronistisch) als ""Geist"" uebersetzt wurde.
Nach
dieser Festlegung des Rahmens des 'kapierbar' koppelte sich
'erforschen von Gesetzmaeszigkeiten' unter dem Einfluss von Platon und Aristoteles immer mehr von den traditionellen
Aktivitaeten der Philosophen ab. In der "hellenistischen"
Phase verlagerte sich 'forschen' fast gaenzlich von Athen nach
Alexandria, da die Erben des Nachfolgers von Aristoteles die gesamte Bibliothek nach dorthin verlagert hatten.
Philosophieren als 'Kulturkritik'
Wenn
der Beginn des 'philosophieren' bei Anaximandros als "abkehren von
'zuhoeren und uebernehmen'!" und "hinwenden zu 'hinsehen und selber
denken'!" betrachtet wird, ist dies der Ausgangspunkt 'Kritik
(fragendes, also auch 'infragestellendes' Betrachten) der bestehenden
eigenen Kultur'. Deutlich wird das aus Fragmenten von z. B.
- Alkidamas: "Die Philosophie ist ein Angriffswerk gegen Gesetz und Brauch" (Nestle, Aristoteles, Rhet. III 3, 1406 b 11)
- Hippias:
"...; die Sitte (nomos) aber, die den Menschen tyrannisiert, setzt mit
Gewalt vieles Natur(physis)widrige durch." (Nestle, Fr. C 1 bei
Platon, Protag. 337 C Ds.)
- Diogenes: "Ich praege die gaengigen Werte um" (Nestle, D 6, 20)
- Krates: "Man muss solange Philosophie treiben, bis die Feldherren als Eselstreiber erscheinen" (Nestle, D 6, 92)
- Aristippos:
"Der Kundige (sophos, der 'Kundige'; RR) ist frei von Neid, Leidenschaft und Aberglauben: denn alles
das ist Wirkung falscher (ich wuerde hier 'falscher Vorstellungen' durch 'irriger Vorstellungen'
oder sogar durch das noch neutralere 'von Vorstellungen' ersetzen; RR)
Vorstellungen. Dagegen kann er in Trauer und
Angst kommen: denn das beruht auf physischen Vorgaengen." (Nestle, D 2,
91)
Bereits
Anaximandros kann so interpretiert werden, dass er den ersten Ansatz
zur 'Ueberwindung' des Mythos, naemlich der herkoemmlichen 'menschengestaltigen Ursachen des
Geschehens' ueberlegt hatte. Sein 'hinsehen' bescherte uns zumindest
mit der 'Denkfigur' "apeiron" eine Grenze des 'fuer Menschen
erreichbar'. Dieser Negation moechte ich das Wort 'empeiron' als 'fuer Menschen erreichbar' gegenueberstellen.
Wenn Parmenaides dahingehend interpretiert wird,
dass er mit seine 'to (e)on' dem Gedanken 'apeiron' folgte, brachte er
uns damit den weitergehenden Nutzen, jegliches 'gleichbleibend' hinter
eben diese Grenze des 'fuer Menschen erreichbar(A-peiron im Gegensatz zu EM-peiron)' zu verbannen. Das
widerspricht deutlich dem Beduerfnis der Menschen nach der 'in
der Vorstellung von "Gewissheit" liegenden Sicherheit', die ausschlieszlich in den
dogmatischen Setzungen der Kulturen liegen kann. Es ist auch heute noch
so, dass Menschen auf jegliches 'infragestellen' der 'aus sich selbst
heraus verstaendlichen Gewissheiten',
den "Selbstverstaendlichkeiten" ihrer "LEBENSWELT" (siehe Husserl)
ihres Kulturkreises' mit heftiger Abwehr reagieren.
Westlicher Kulturkreis: Gepraegt durch Platon, Aristoteles und Christentum?
Die
in einem Kulturkreis uebliche Wortwahl sagt alles ueber das
vorherrschende Weltbild aus. Denn hinter der Wortwahl stehen
GRUNDlegende Ueberlegungen.
Verdienst der weitestgehend ignorierten griechischer Denker
... sehe ich darin, die Grenzen von 'kapieren koennen' ins Auge gefasst zu haben.
- unbegrenzt (Anaximandros)
- gleichbleibend (Parmenaides)
- jetzt (Parmenaides)
- vorhanden (Parmenaides)
- leben mit den Unterscheidungen
- beobachten
- merken
- erinnern
- denken
- werten
- sprechen
- benennen
- und ... negieren
Besonderheiten griechischer Weltsicht
Es
ist zu vermuten, dass die nuechtern sachliche Betrachtungsweise gerade
deswegen in Griechenland entstehen konnte, weil das
Kommunikationsverhalten hier andere Grundlagen hat als im uebrigen
Europa. So unterstelle ich tastend: Die alten Griechen haben 'Aspekte
aus eigenem Blickwinkel aufgezeigt' und in ihren Diskursen 'Aspekte
anderer gewuerdigt und verglichen'.
Den
Kontrast dazu bildet
'argumentieren' bzw. 'beweisfuehren', das vermutlich erst mit der von
Anhaengern und Nachfolgern des
pythagoraeisch dogmatischen Ansatzes beginnt und in der im stoischen
Ansatz geuebten Praxis des 'diffamieren' seinen vorlaeufigen
Hoehepunkt findet.
Generelles
Kulturelle Hindernisse
Christlich
gepraegte Interpreten haben den 'mythos', von dem sich die alten
Griechen offensichtlich entfernen wollten, immer wieder mehr oder
minder mit 'Aberglauben' gleichgesetzt.
Was waere aber, wenn diese
'ersten Denker des Abendlandes' mit 'mythos' 'alles das, was ich nicht
sensorieren kann' gleichgesetzt haetten?
Was waere, wenn sie bemerkt
haetten, dass 'mythos' 'Denkfiguren' bereitstellte, in die jeder 'alles
hineinlegen kann, was ich moechte (Bateson: 'Erklaerungsprinzip')' und
somit jegliches 'einigen' unmoeglich wird?
DASS es in menschlichen Gemeinschaften 'EinigungsBEDARF', gab und gibt, daran werden sie nicht vorbeigesehen haben.
Das
'a-peiron' als 'alles unerforschliche, unzugaengliche', das einem
'em-peiron', einer 'erforschbaren (sensorierbaren) gegenstaendlichen
Welt' gegenuebergestellt wuerde, haette, falls es von Xenophanes
aufgegriffen worden war, eben jenes 'eine allumfassende,
gleichbleibende' durchaus als 'theos' bezeichnen lassen. Oder eben auch
als 'to on', als 'das, was gleichbleibt' oder als 'to pan' (Platon) als 'das, was alles enthaelt'. Oder auch als 'Tao'.
Sprachliche Hindernisse
Bei
genauerem 'hinsehen' finde ich unsere Sprache 'durchsetzt mit
Hindernissen' gegenueber 'beschreiben' von 'sensorierbaren
Erscheinungen', von "Fakten", woertlich genommen als 'das, was ich
erlebe, wenn ich handele'. Allein schon dieser Satz kostete
mich einiges 'ueberlegen', um Worte zu finden, die 'lediglich
sensorierbares beschreiben'.
Als erstes '(DAS!) Hindernis' faellt mir
immer wieder 'DER Hang zur (zu DER!) SubstantivierUNG' auf.
Was machen wir da eigentlich, wenn wir 'Taetigkeitsworte' und 'Eigenschaftsworte' in ein Substantiv verwandeln?
Welche Folgen hat das fuer unsere 'Weltsicht'?
Enkulturation als Hindernis
'Enkulturation' bedeutet 'hineinwachsen in die
kulturspezifischen Vorstellungen der Vorfahren'. In der Regel
uebernimmt ein Mensch damit 'grundlegende Auffassungen'.
Dogmatischer Ballast
... aufgezeigt am Beispiel der 'Uebersetzungen' des Textes von Parmenaides.
Der 'Kernbegriff' des Lehrgedichts ist das Partizip Praesens
des Wortes 'sein' (einai) also 'seiend' ((to) on). Dieses wird auch als
'Hilfswort' (Hilfsverb, Kopula) bezeichnet, da es eigentlich nur zusammen mit
einem Eigenschaftwort verwendet werden kann.
Entscheidend fuer meine Interpretation ist nun, dass
Parmenaides dieses Hilfswort weitgehend OHNE Beifuegung von
Eigenschaftworten verwendet. daraus ergibt sich zwingend die Frage "WAS kann 'ohne Eigenschaft' sein?".
'Eigenschaft' moechte ich operationalisieren als "das, 'was
der Gegenstand mir bedeutet' und 'wie der Gegenstand aus meiner Sicht
beschaffen ist'. Dem folgend haette jeder 'fuer mich vorhandene Gegenstand' zwangslaeufig 'Eigenschaften'. Einen 'Gegenstand ohne Eigenschaften' kann es demnach nicht geben.
Folglich sind einige Uebersetzer auch so konsequent gewesen,
dem von Parmenaides mit 'seiend' Bezeichneten die NICHTeigenschaft
"ewig" zuzuordnen. Und dieser Grundgedanke ist bereits in dem 'apeiron'
des Anaximandros enthalten, wurde also von Parmenaides lediglich
aufgegriffen, soweit wir davon ausgehen, dass der ihm bekannt war. Sein
'Schueler' Melissos weist auch ausdruecklich auf diese Gleichbedeutung hin.
'physistisch sensoristisch philosophieren'
... stellt, ebenso wie 'Eigentliche Philosophie', einen Rahmen
zur Verfuegung, der moeglicherweise mit unterschiedlichen Ansaetzen
gefuellt werden kann. Daher habe ich meine Schlussfolgerungen von
diesem Ansatz getrennt gehalten und veroeffentliche sie unter der
Bezeichnung 'AxioTentaO' zur Verfuegung. Das mag als Anlass dienen,
'philosophieren' nach Ansaetzen zu trennen, die ihren Blickwinkel
deutlich als Hintergrund zur Beurteilung der enthaltenen Ueberlegungen
darstellen.
(wird fortgesetzt ... z.B. wenn sie uns
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